Orient – Silvesterreise | Mein Schiff 5 | Was bleibt.

Orient – Silvesterreise | Mein Schiff 5 | Tag 12 | Dubai, VAE

Der Orient
Naja.
Besucht man diese Länder in der für uns verfügbaren kurzen Zeit und eher stichprobenartig wie wir es getan haben, muss zwangsläufig eine Menge auf der Strecke bleiben.

Trotzdem kann man doch ganz gut erkennen, was da jeweils so los ist.

Gerade die glitzernden Metropolen erscheinen als das, was sie wohl auch sind. Retortenstädte in denen es oft genug vor allem darum geht, das größte, höchste, teuerste Irgendwas gebaut zu haben. Viel scheint Selbstzweck zu sein um mit Superlativen angeben zu können.

Das kann man sich mal ansehen. Aber es ist für mich jetzt nicht unbedingt abendfüllend. Ich habs mal gesehen und das reicht dann auch.

Mit mehr Zeit entdeckt man vermutlich auch noch andere sehenswerte Dinge – sofern der Baugrund nicht wichtiger war als irgendwelche möglicherweise mal vorhanden Bauten.

Eine schöne Ausnahme bildet hier das Sultanat Oman. Jede Menge olles Zeug, keine dominierende Skyline. Da würde ich prinzipiell nochmal hinfahren. In die Emirate der VAE, die ich gesehen habe, eher nicht.

Das Schiff
Das war also die Mein Schiff 5. Das dritte der von TUI Cruises geplanten neuen Schiffe.

Größer als die Mein Schiff 1 & 2. Und so von der Optik her schon ein ziemlicher Klotz. Trotzdem kleiner als viele Schiffe der Wettbewerber. An den 1,5 Seetagen war das Pooldeck natürlich unangenehm voll. Da ich persönlich dort nicht meinen bevorzugten Aufenthaltsort hatte, berührte mich das allerdings nicht so sehr. Und ansonsten war es nicht bemerkenswert voll.

Natürlich haben wir auch mal in einer Bar keinen Platz mehr bekommen. Und natürlich mussten wir im Buffet-Restaurant auch mal ein paar Meter weiter zum Buffet laufen – Plätze gab es aber immer. Dass man grundsätzlich nicht immer dort sitzen kann wo man jetzt gerade möchte, liegt so ein wenig in der Sache.

Aber insgesamt verteilten die Leute sich doch ganz passabel. Weil es dann eben doch nicht so viele sind und/oder es dann eben doch genug Platz für alle gibt.

Unsere Balkonkabine war groß und wir benötigten einiges des verfügbaren Stauraumes nicht.

Das Premium-All-Inclusive-Prinzip besticht nach wie vor – obwohl es im Vergleich zur MS 1 & 2 dann doch ein bisschen mehr aufpreispflichtiges Geraffel gibt. Aber dort muss man nicht hin und bekommt ansonsten alles was das Herz begehrt, ohne einen einzigen Euro in die Hand nehmen zu müssen.

Orient – Silvesterreise | Mein Schiff 5 | Tag 12 | Dubai, VAE

Orient – Silvesterreise | Mein Schiff 5 | Tag 11 | Dubai, VAE

08.01.2018
Alles hat ein Ende, so auch das hier.
An diesem letzten Tag passierte nichts mehr. Der Flieger sollte 08:40 Uhr in Dubai Richtung Frankfurt starten, was für uns ein eher zeitiges Aufstehen bedeutete.
Es galt die Kabine zu räumen, das Schiff zum letzten Mal zu verlassen, die Toilettenartikel und Klamotten der Nacht in den im Cruise Terminal nach Decks sortiert aufgereihten Koffern zu verstauen und dann mit dem richtigen Bus zum Flughafen zu fahren.
Das alles verlief maximal unspektakulär, der Flug mit Emirates war wie gewohnt tadellos.

Orient – Silvesterreise | Mein Schiff 5 | Tag 11 | Dubai, VAE

Orient – Silvesterreise | Mein Schiff 5 | Tag 10 | Khasab, Oman

07.01.2018
Das Schiff kam planmäßig gegen 13 Uhr in Dubai an. Und wir vertrödelten diesen vorletzten bzw. so richtig eigentlich schon letzten Urlaubstag ein bisschen auf den oberen Decks im Schatten und bei dem einen oder anderen Getränk.
Die Dame nutze noch einmal den Whirlpool, wir schauten Dubais Skyline an und liefen auch noch ein bisschen im Hafengelände vor dem Kreuzfahrtterminal herum.
Den gebuchten Ausflug für diesen Tag hatten wir storniert, und das war auch ganz gut so. Er wäre einerseits genau dann planmäßig (also etwas später) zuende gewesen, wenn die Koffer zum Abtransport vor der Kabine stehen sollten (nämlich um 23 Uhr), andererseits hatten wir derweil schon genug von Dubai gesehen. Auf jeden Fall aber Teile der Ausflugsziele. Nicht zuletzt hätte es noch 1,5 Stunden Aufenthalt in der Dubai Mall gegeben. Etwas, das ich nun auf gar keinen Fall mehr brauchte.
Dazu kam, dass die Behörden in Dubai bis 16 Uhr alle Pässe haben wollten. Und zwar persönlich von den Inhabern abgegeben.
Die Pässe waren noch in der Obhut des Schiffes geblieben, nachdem sie in Khasab zuletzt mal wieder kollektiv gestempelt worden waren.
Also: Pässe an bekanntgegebener Stelle (hier: eines der Restaurants) abholen, das Schiff verlassen, in das Kreuzfahrtterminal tappeln, dort anstellen, Gesichtskontrolle, Pässe abgeben. Die Pässe verblieben dann zunächst bei den Einreisebehörden, die damit wilde Dinge anstellen würden. Oder einfach überall Einreisetempel reinklopften. Irgendwann nachts würden die Pässe dann kistenweise wieder auf das Schiff verbracht wo die abreisenden Gäste, also auch wir, sie beginnend an 3 Uhr nachts in einer der Bars abholen müssten.

Zu Beginn der Reise hatte ich anlässlich meiner dritten Fahrt mit einem Schiff von TUI Cruises einen Gutschein über ein paar Pralinen bekommen, den wir nun noch einlösten. Dazu orderte die Dame nach dem Abendessen zum ersten Mal ein kostenpflichtiges Getränk in der Diamant-Bar, irgendeinen Champagner-Cocktail.
Und das wars dann auch schon fast.

Orient – Silvesterreise | Mein Schiff 5 | Tag 10 | Khasab, Oman

Orient – Silvesterreise | Mein Schiff 5 | Tag 9 | Seetag, Persischer Golf

06.01.2018
Khasab ist ein kleines Örtchen in einer Exklave des Sultanats Oman. Direkt an der Straße von Hormus und damit gegenüber des Iran gelegen.
Außer Fischerei ist da nicht viel los, entsprechend klein ist der Hafen. Das Schiff wurde in Zeitlupe im winzigen Hafenbecken manövriert und zwischen dem Ende desselben und den Beladungsrampen für Katamaranfähren eingeparkt. Vorne wie hinten waren nur wenige Meter Platz.
Kleiner Hafen, kurze Wege. Zu Fuß wanderten wir die paar Meter zu den Dhaus, die uns in die Fjorde brachten.
Oben dem Anschein nach, halbwegs traditionelles Boot mit Teppichen, Sitzkissen und einem gemusterten Sonnenschutz, unten ein blubbernder Diesel in einem Fieberglasrumpf. Los ging die Fahrt in einen von mehr oder minder steil aufragenden Felsen gesäumten Fjord.

Nach kurzer Zeit begannen immer wieder Gruppen von Delphinen neben dem Boot zu schwimmen. Sie durchbrachen hin und wieder die Wasseroberfläche, was auf dem Boot regelmäßig kollektives Entzücken hervorrief.
Begleitet von allerhand Erläuterungen des tunesischen Reiseführers, der die Vorzüge des Oman pries. Keine Steuern, kostenloses Bildungs- und Gesundheitssystem etc.
Der Kapitän ließ dann vor einer kleinen Insel die mal eine Telegraphenstation beherbergte, vor Anker gehen und es gab Gelegenheit zum baden.
An Bord wurden während der Fahrt Tee, Datteln und allerhand Obst angeboten. Mittels in das Wasser geworfenen Bananenstückchen lockte der Reiseführer nun kleinere Fische an, die sich auch blitzschnell und in Schwärmen auf die unverhofft dargebotene Nahrung stürzten.
Nach einer Weile fuhren wir weiter und es gab bald darauf noch einige unter dem Boot entlangflitzende, kleinere Haie zu sehen, die wohl im Schutz des Fjordes ihre Jugend verbrächten und dann mit entsprechender Größe ins Meer schwimmen würden.

Nach der Rückkehr zum Schiff wanderten wir noch eine kleine Weile vom Hafen zu dem von Portugiesen erbauten Fort, drum herum und dösten später ein wenig auf dem Pooldeck im Schatten.
Kurz bevor die Leinen gelöst wurden, tutete sich noch ein enorm langer Autokorso die Küstenstraße und damit auch vor dem Hafen entlang. Vorne zwischen einigen Autos lange Landesflaggen gespannt, dahinter jede Menge weitere Autos. Teilweise mit Leuten auf den Dächern sitzend. Die ganze Sache wurde von blinkenden Streifenwagen begleitet. Was genau da gefeiert wurde, blieb uns verborgen.
Später dann Ganzkörpermassage zu zweit im Spa. Vorher war die Intensität der Massage auf einer Skala zwischen „sanft“ und „kräftig“ zu wählen. Ich hatte „kräftig“ angekreuzt und entsprechend versuchte mein Masseur, nicht nur meinen Muskeln ernsthafte Verletzungen beizubringen sondern auch die darunterliegenden Knochen zu zerbrechen. Es blieb bei dem Versuch und so ging später mit dem erfolglosen Versuch die Seekarte der Reise zu gewinnen auch dieser Tag zuende.
Ach, und es gab natürlich noch ein Meeresfrüchte- und Kaviarbuffet.