10.000 – 10.000 = 10.000

Vor ziemlich genau 10.000 km weilte das schwarze Auto zwecks weißichnichtmehr in der Werkstatt.
Dort sprach man, dass die Bremsen dann bald mal erneuert werden müssten.
So in ca. 10.000 Kilometern. Ich nahm das damals einfach mal so hin.
Jetzt stand der Wechsel der Bereifung (Sommer-Winter, man kennt das) an und ich warf vorher mal einen Blick auf die Bremsanlage. Bremsklötze und -scheiben wiesen für meinen ungeschulten Blick noch allerhand Verbrauchsmaterial auf.
Bedeutet, dass man mir nun (nach besagten 10.000 km) wiederholt eine nötige Erneuerung der Bremsen in ca. 10.000 Kilometern in Aussicht stellte, dass die erste Aussage Mumpitz und von monetären Interessen der Werkstatt getrieben war oder ich wie der Opa vom Dienst, bei dem ‘normale’ Annahmen bezüglich des Verschleißes nicht funktionieren, fahre…?
(Letzteres ist definitiv der Fall. Mithin verbraucht das Fahrzeug bei meiner Fahrweise in einer Zeit, in der eine teilweise eklatante Differenz zwischen vom Hersteller angegebenem und tatsächlichem Verbrauch an der Tagesordnung ist, ca. 1 Liter/100km weniger als der Hersteller prognostiziert.)

Demolierter Wohnungsmarkt deluxe

Kleiner Lacher auf dem sonntäglichen Spaziergang:

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Neujahrsvorsätze

Ein bisschen spät, aber besser als nie.

Hausarbeit nicht aufschieben.
Wenn der Trockner am Wochenende die fünf Hemden der Woche wieder rausgibt (Vorher natürlich gewaschen – dachten Sie wir tun unsere benutzte Wäsche nur mit drei Spritzern Febreeze in den Trockner…?), dann werden die gleich gebügelt. Sofern nicht andere, unaufschiebbare Dinge das verhindern. Die bisherige Aufschiebetaktik, die sich durch weniger häufige aber deutlich umfangreiche Bügeltermine auszeichnete, soll und muss der Vergangenheit angehören. Und wenn das Bügeleisen abgekühlt ist, kommt es zurück in den Schrank. Es schadet natürlich nicht, wenn es noch einen Tag auf dem Boden in der Ecke steht, aber es bringt eben auch nichts. Ansonsten Spülmaschine asapst ausräumen, benutzes Geschirr sofort in Selbige stellen und nicht erst neben die Spüle.
In der Wohnung liegt nur noch rum, was unbedingt rumliegen muss. Heißt z.B.: Eine Rechnung die noch bezahlt werden muss, wird bezahlt und dann abgeheftet. Sie liegt nicht erst zwei Tage rum und geht womöglich noch verloren. (Bisher immerhin noch nicht passiert. Toi, toi toi.)

Weniger essen.
Dringend. Die Tendenz seit Beginn des Jahre ist bereits ermutigend. Letztes Jahr hatte ich auf den Malediven bei all-inclusive abgenommen. Das war sehr schön. Leider wurde dann von Advent bis Neujahr wieder aufgebaut. Muss nicht sein.
Und irgendwelche kruden Diäten braucht es nicht. Darauf, was ich esse, achte ich schon lange. An der Quantität lässt sich noch was tun.

Mehr bewegen.
Noch weniger Aufzug fahren, Rolltreppen bisher schon sowieso nicht, wenn eine analoge Treppe in der Nähe ist.
Regelmäßig zum Sport gehen, sobald die Witterung es zulässt: mehr Radfahren.

Zeug loswerden.
Klamotten, Krimskrams, Küchengeräte, Kabel, …
(Fängt nur zufällig alles mit ‘K’ an.) Generell schleppt man meistens viel zu viel Zeug mit sich rum. Im übertragenen Sinne. Man hat das natürlich nicht immer dabei, aber in der Wohnung sind Schränke vollgestopft, die Klamotten stapeln sich, vom Kellerabteil ganz zu schweigen.
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Braucht man das alles wirklich? Zieht man dieses oder jenes Kleidungsstück nochmal an? (Auch wenn es noch passt – wird man es nochmal tragen? Wirklich?)
Sind die ganzen Kabel und Adapter und anderes Technikgeraffel wirklich nötig? Oder gibt’s von manchen (gleichen) Dingen gleiche mehrere Exemplare? Liegen da noch Ladekabel von Geräten, die es gar nicht mehr gibt, in der Schublade?
Ein diffuses Wissen um die Existenz eines Dinges hilft nicht weiter, wenn man es bei Bedarf nicht findet.
Zeug für das es einen Markt gibt, kann man zu Geld machen. Ansonsten: Beherzt wegwerfen. Etwas wegzuwerfen, das vor fünf Jahren mal Geld gekostet hat und seitdem einmal benutzt wurde…und vermutlich nie wieder benutzt wird – das tut sicherlich weh. Aber die Lösung kann nicht sein, es in der irrigen Hoffnung, dass es ja vielleicht doch wieder benutzt wird, aufzuheben. Meistens lügt man sich dabei nur selber in die Tasche.
Also Vergangenheit Vergangenheit sein lassen und für die Zukunft daraus lernen.
Mit weniger ‘Gepäck’ lebt es sich deutlich leichter.

Ruhiger werden.
Vor allem und insbesondere im Straßenverkehr. Die Leute tun sowieso was sie wollen und wie sie es wollen. Sollen sie mal.
Klappt schon ganz gut. Aber auch wenn es mich unmittelbar betrifft, muss ich einfach noch viel gelassener sein.

Mehr lesen.
Mein im August ’11 erworbener(/es) Kindle (Keyboard 3G) hat seit wenigen Tagen einen von einer Displayecke ausgehenden Riss. Ursache unbekannt.
Als wollte das Gerät sich irgendwie wichtig machen. Dabei habe ich zuletzt auf den Malediven sehr viel gelesen. Davor lange eher weniger, zugegeben. Aber danach bis heute wieder mehr.
Das sollte auch so bleiben.

Deutsche Panzer rollen wieder

Der Bundessicherheitsrat hat nichts gegen den Verkauf von 200 Kampfpanzern vom Typ Leopard 2A7+ an Saudi Arabien. Die Bundesregierung (per Definition bestehend aus Kanzler/-in und allen Minister/-innen) hat nichts dagegen (Kunststück, besteht doch der Bundessicherheitsrat auch nur aus Kanzler/-in, Kanzleramtschef und sieben Ministern – das sind also weitgehend die gleichen Hansel).
Die Bundesregierung hat allerdings etwas dagegen, dass das Volk von dieser Art Geschäften erfährt. Das Volk, das nach Aktenlagen noch immer der Souverän ist. So theoretisch.
Das Volk wird vertreten durch das Parlament. Und der Bundessicherheitsrat unterliegt keiner parlamentarischen Kontrolle.
Heißt: Der Bundessicherheitsrat kann frei entscheiden, welchen Wahnsinnigen welche Waffen in die Hand gedrückt werden. Und muss es niemandem sonst sagen. Schon gar nicht den gewählten Volksvertretern.
Trotzdem kommen hier und da kleine Geschäfte mit Waffenexporten ans Tageslicht. Geschäfte, deren Existenz die Bundesregierung lieber nicht öffentlich diskutiert wissen möchte.
Wie der Verkauf eben jener Kampfpanzer an Saudi Arabien. Saudi Arabien ist eine absolutistische Monarchie. Ein Gottesstaat, der die Scharia in der Verfassung verankert hat. Nicht eben das, was man sich hier in der Bundesrepublik an Werten so vorstellt. Das Geld der Saudis ist allerdings gut. Denn schon im alten Rom wusste man: Pecunia non olet. Geld stinkt nicht. „Deutsche Panzer rollen wieder“ weiterlesen