Jedem sein Mechaniker!

Okay.
Ich gebe es zu.
Ich wechsel meine Reifen nicht selber. Winter- gegen Sommer- und umgekehrt.
Das tue ich weil meine Wohnung außer sich selbst keinen weiteren Lagerraum mitbringt.
Es gibt keinen Keller. Und wenn ich die Wahl habe, dann stelle ich mir nicht vier schwarze Pneus ins Wohnzimmer.
Also lass ich die jeweils nicht genutzten Reifen bei der Reifen- und -wechselfirma einlagern. Klar daß die das dann auch immer wechseln.

Nun soll man ja die Muttern (von den Vatern ist dahingehend nichts bekannt) nach diversen Kilometern mal nachziehen um zu verhindern daß die sich losjackeln und man von seinen Hinterrädern mal überholt wird.
Das macht man normalerweise selber. Also das nachziehen der Radmuttern.
Dachte ich.
Ich dachte daß das wirklich jeder schafft. Man kann beim Radmutterschlüssel und den Radmuttern nichts falsch machen. (Zumindest bei Winterreifen auf Stahlfelgen – ich weiß, bei Alus soll man mit einem Drehmomentschlüssel rumfuchteln.)

Gestern trug es sich nun zu, daß ich bei Euromaster (meine Reifen- und -wechselfirma der Wahl) rumstand und im Wiesbadener Kurier blätterte da die Werkstattmietlinge eine nicht unerheblich Zeitspanne benötigten meinem Fahrzeug sein alternatives Schuhwerk zu verpassen. Und das trotz Hebebühne und Druckluftschrauber.

Kommt eine adrett gekleidete (zumindest muss sie das so gesehen haben) Dame rein und will daß ihre Muttern nachgezogen werden. Die Werkstattleute haben sämtlichst in selbiger geschraubt und der Knecht an der ‘Rezeption’ schaute ein wenig zerknirscht als er dieser Tatsache ansichtig wurde.
Ob sie (die Dame) denn den Radmutterschlüssel ihres Fahrzeuges (es war ein Peugeot 106) zur Hand habe, frug er.
Sie verneinte. In einem Ton der vermuten ließ, sie sei soeben gefragt worden ob sie ihren Wellensittich gerne mal über’m Lagerfeuer rösten würde.
Er wieselte in die Werkstatt, schnitzte sich (oder fand) einen Radmutterschlüssel und befasste sich dann mit dem Fahrzeug. Sie, scharwenzelte um ihnj und das Auto herum und man konnte sehen daß sie ständig rdete, plapperte, schwätzte…sowas in der Richtung.

Hallo?
Jedes Auto hat doch wohl ‘n Radmutterschlüssel…wäre schön doof wenn man mal mit einer Reifenpanne in der Walachei liegen bleibt. Und wie schwer ist es diesen auf die Radmuttern zu stülpen und mal zu ziehen? Zumal nicht mal Radkappen die Punkte von Interesse abdeckten.

Vornehm geht die Welt zugrunde. :-(

Grmpf.

Zum Glück sind große Teile meines Weges zur Arbeit momentan weniger Autobahnen sondern eher Baustellen. Das ist schön.
Es ist schön daß ich nicht mehr nur eine, sondern zwei Stunden für den Weg zur Arbeit benötige. Ich hab ja sonst nichts zu tun. Nein, ich muss nicht morgens länger schlafen. Ach was. Ich verbringe meine Zeit gerne auf der Autobahn. :-(

Sechs, ov.

Man sitzt auf diesem Stuhl…eine Lampe blendet, Gestalten mit Mundschutz beugen sich über einen….wer kennt ihn nicht, den Besuch beim Zahnarzt…
Und wem läuft es beim Geräusch eines dieser Instrumente mit er schnell drhenden Spitze nicht den Rücken runter?

Ich saß da so…dachte an nichts Schlimmes…sollte doch nur auf die Spitze eines Zahnes im Unterkiefer ein wenig Zement draufgemörtelt werden – die obere Kante war vor wenigen Tagen leicht abgesplittert. Keine große Sache eigentlich.
Rein, rauf, runter, raus. Dachte ich.

Doch zunächst mal eine schöne Zahnsteinentfernung von einer ebensolchen Helferin. Jung und blond. So muss das sein.
Eine trügerische Sicherheit.
Nicht weniger rabiat als ein Bergmann mit einem Hammer furwerkt sie in meiner Kaukeramik herum. Immer schön unter das Zahnfleisch damit auch der ganze böse Zahnstein erwischt wird. Als ich den Mund hinterher ausspülte war das Wasser leicht rosé. :-(
Die Frau Doktor hat es sich dann natürlich nicht nehmen lassen, im Zuge der verlangten Zahnreparatur auch noch zwei Füllungen zu reparieren. Naja.

Das alles ist ja nun nicht wirklich problematisch.
Aber dieser take-off-check vorher. Wo die einzelnen Zähne durchgegangen werden und die Helferin das im Computer notiert oder was weiß ich.
Diese Zahl pro Zahn mit einem unheilschwangeren Buchstabenkürzel dahinter…unwillkürlich frage ich mich immer voller Panik: IST DAS JETZT SCHLIMM??? SIE MÜSSEN DEN ZAHN DOCH JETZT NICHT RAUSREISSEN, ODER?
WAS IN GOTTES NAMEN BEDEUTET DAS ALLES?

Erstaunlicherweise war ich gegen Ende der Behandlung noch am Leben. Und durfte alle meine Zähne wieder mitnehmen. Fest im Kiefer sitzend.

Nochmal Urlaub.

Gestern die Buchungsbestätigung im Briefkasten gehabt.
Zum Glück hat die Einzige nicht wie sonst die Post aus dem Kasten gefummelt. Sonst hätte sie unweigerlich den bunt bedruckten Umschlag des Hotels in die Finger bekommen. Wo schon mal draufsteht wo es hingeht.
Puh.

In dem Wisch stand nun noch daß diese Suite über eine Panoramaverglasung verfügt.
Nachdem ich der Einzigen dieses Informationshäppchen (wie schon andere, kleine) zugefüttert hatte, entband sie mich dergleich von jeglicher Geschenkverpflichtung für Weihnachten und ihren im März anstehenden Geburtstag. :-o

Offline, offline, offline.

Was ein Elend. :(

Bis Dienstag war alles schön.
Dann, morgens ging es noch. Irgendwann blieb der Download stehen. Erstmal Multinet neu gestartet – kaum das UMTS-Netz erkannt. Nur GPRS und WLAN. Ersteres funktioniert eh nicht, zweiteres kostet Geld und ich brauch mein Kontingent für diesen Monat noch.

Multinet nach einigem rumprobieren neu installiert. Und das war der Fehler.
Jetzt wird die UMTS-Karte zwar erkannt und installiert aber dazu taucht im Hardware-Manager noch ein ‘Multifunction Device’ auf. Und ich hab keine Ahnung was das ein soll. Und ich hab keine Treiber dafür. Und Multinet mag die UMTS-Karte jetzt nicht mehr.
Offensichtlich. Scheiße.

Wär ja auch zu schön gewesen. Aber wie ein Wahnsinniger ganz richtig sagte, lauert das Unglück hinter der nächsten Ecke.