Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 5 – Arrecife, Lanzarote

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 1 – Anreise, Gran Canaria
Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 2 – Seetag
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Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 4 – Arrecife, Lanzarote

29.12.2016
Noch immer Lanzarote.
Erstmal Sonnenaufgang, unsere Kabine lag passend Richtung Osten.

Frühstück und mit dem Bus dann um neun Uhr wieder ab nach Puerto del Carmen. Für den Großteil des Tages stand heute Elektromobilität auf dem Plan. In einer geführten Tour wollten wir in einer Gruppe und jeweils zu zweit in Renault Twizys so ein bisschen über die Insel zuckeln.
Der Führer war Österreicher und ließ sich zu allerhand entsprechenden und generellen Kalauern hinreißen.In einer Nebenstraße waren die Vehikel aufgeladen und -gereiht und nach einer Einweisung in die Sache ging sie los, die wilde Fahrt. Ok, jetzt nicht so richtig wild, denn so ein Twizy ist eher ein Mittel zum Zweck und kein Sportgerät, aber die Sache war doch recht launig. Ein beherzter Druck auf’s ‘Gas’pedal ließ das Gefährt auf bis zu 80 km/h ganz zünftig beschleunigen – und ebenso zünftig die angezeigte verbleibende Reichweite dahinschmelzen. In flotter Fahrt ging es, immer dem vorausfahrenden österreichischen Führer folgend, zum Timanfaya Nationalpark. In der Tourbeschreibung waren ‘festes Schuhwerk und robuste Kleidung’ dringend angeraten. Was (wie immer) einige Leute veranlasst hatte, mit Riemchensandalen und T-Shirt anzutreten. So ein Twizy ist nun seitlich mehr oder weniger offen. Es gab Modelle die noch über so eine Art Flügeltüren verfügten. Dort war man zumindest ein kleines bisschen vor dem Fahrt- und allgemeinem Wind geschützt. Wir hatten uns natürlich so ein Exemplar gesichert, es zog aber trotzdem ganz ordentlich. Die Leute mit der leichten Sommerkleidung waren sicher richtig gut dran…aber eben auch selber Schuld.
Am Timanfaya Nationalpark angekommen gab es eine kleine Wartezeit bis wir auf das Gelände fahren konnten. Dort drängten sich schon Autos und Busse dicht an dicht, man wurde auf freie Parkplätze eingewiesen. Alles ein wenig chaotisch.
Dann Umstieg in einen der Busse, die die Leute gruppenweise auf einer 14 Kilometer langen Strecke durch die Lavafelder chauffierten und dazu Erklärungstexte aus den Lautsprechern absonderten.

Nach der Rückkehr stieß einer der Leute vom Park dann eine Schaufel in den Boden und verteilte eine Handvoll Steine. Die der vulkanischen Angelegenheit angemessen warm waren. An anderer Stelle wurde ein wenig trockenes Kraut in ein Loch geworfen und entzündete sich innerhalb kürzester Zeit selber. Auch die Wasser-in-ein-Rohr-gießen-Vorführung hatten sie am Start. Geysiergleich schoß selbiges kurz darauf als Dampf in die Höhe.
Im Besucherzentrum hatte man über einem Schacht einen Grillrost mit allerhand Grillgut platziert. Das wurde dort allein durch die aufsteigende Hitze des Bodens gegrillt.

Die nächste Station war ein Weingut. Zum einen war Mittagszeit und wir steckten uns jeweils eine Portion der ganz vortrefflichen Papas arrugadas rein. Quasi mit viel Salz gekochte Pellkartoffeln, die richtig geile Scheiße sind. Wegen des der Schale anhaftenden Salzes aber leider recht äh…salzhaltig. Trotzdem zusammen mit Mojo und/oder wahnsinnig knoblauchiger Knoblauchsoße wahnsinnig lecker.
Der andere Grund der Pause war die Aufladung der Akkumulatoren der Twizys. Die war da wohl mit dem Eigner des Weingutes entsprechend ausgeklüngelt und dauerte eine Weile. Jedes Fahrzeug musste auf einen gewissen Ladestand gebracht werden damit die restliche Strecke mit den unvernünftigen Touristen an den Lenkrädern keine Probleme machte.

Weiter zum Vulkan bzw. zum Parkplatz an der Straße und Wanderung zum Vulkan und um ihn herum. Das klingt weiter als es ist. War es nämlich leider gar nicht. Also: Weit.
Dann: Rückkehr zur Tour-Basis, und mit dem Bus zurück zum Schiff.

Dort gab es dann am frühen Abend im Wellness-Bereich eine Ganzkörper-Wohlfühlmassage zu zweit. So hieß das. Also nicht wir massierten uns gegenseitig, was sicher auch nicht verkehrt ist, sondern wir lagen auf zwei Massageliegen nebeneinander und ließen uns vom Personal durchwalken.
Später Abendessen und die passive Partizipierung an der Ich-mach-mein-Ding-Show im Theater. Udo Lindenberg und so. Das war ganz nett und schloss diesen Tag dann alsbald auch ab.
Das Schiff hatte derweil schon gegen achtzehn Uhr losgemacht und war auf dem Weg nach Teneriffa.

Schritte: 15.413

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 6 – Santa Cruz de Tenerife, Teneriffa

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