Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 10 – Funchal, Madeira

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 1 – Anreise, Gran Canaria
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Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 4 – Arrecife, Lanzarote
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Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 6 – Santa Cruz de Tenerife, Teneriffa
Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 7 – San Sebastián de la Gomera, La Gomera
Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 8 – Las Palmas, Gran Canaria
Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 9 – Seetag

03.01.2017
Am Vormittag schlenderten wir ein wenig auf eigene Faust in Funchal umher. Bald nach Verlassen des Hafens wird man dort sogleich von einer Statue Cristiano Ronaldos begrüßt, die passenderweise vor dem Cristiano Ronaldo-Museum steht. Naja, wer’s braucht.
Wir gingen dann da so die Küstenpromenade entlang, suchten hier und da nach einem Geocache, schauten und fotografierten und kehrten in einem Schlenker durch die Stadt wieder zum Schiff zurück. Währenddessen begann es erst sachte, dann ein wenig mehr zu regnen. Es war warm und alles, daher war das jetzt nicht so dramatisch. Prinzipiell. Am Nachmittag würden wir allerdings noch etwas wandern. Zumindest dann wäre es von Vorteil, wenn es leidlich trocken sein würde.

Nach der Rückkehr zum Schiff gab es ein kurzes Mittagessen und dann brachte uns ein Bus ein bisschen den Berg hoch zum Startpunkt der Wanderung. Selbige schlängelte sich so ein wenig entlang einiger Levadas. Künstliche Wasserläufe, mit denen das kühle Nass auf die eher trockene Südseite der Insel transportiert wurde und wird. Dass es im Norden mehr Regen etc. gab, hatte man schon vor 500 Jahren erkannt und begonnen, diese Levadas einzurichten. Seit jeher gab es auch Leute, die mit Bau und vor allem Wartung der Sache in Vollzeit betraut waren. Heute läuft in den Levadas noch immer Wasser. Nicht weniger bedeutsam sind aber die sie stets begleitenden Wege. Meist schmale Pfade, die zu Kontrolle und Wartung gebraucht wurden. Dort lässt es sich nun auch ganz vorzüglich wandern. Der Sache immanent ist ein geringes Gefälle, was ausgedehnte Wanderungen auch für weniger Geübte möglich macht.
Wir wanderten also im Gänsemarsch der Führerin hinterher, die immer mal stoppte und hier und dort etwas erzählte.
Die Ausflugsbeschreibung hatte alle notwendigen Informationen enthalten. Trotzdem gab es wie immer Leute, die es für eine gute Idee hielten, mit Riemchensandalen und ähnlich ungeeignetem Schuhwerk unterwegs zu sein.
Unsere Gruppe verfügte auch über ein offensichtlich nicht ausgelasteten Jungen im späten Grundschulalter, der es für normal hielt, in die Levadas zu werfen, was er in seine Pfoten kriegen konnte. Steine, Stöcke, Pflanzen. Letztere mussten natürlich vorher irgendwo ab- oder ausgerissen werden.
Die Eltern zeigten wenig Interesse an der Erziehung ihres Sprosses und ich muss zugeben, dass sich mein Mitleid in engen Grenzen hielt, als der Bengel irgendwann beim Versuch, eine Pflanze an einem Graben zu demolieren mehr oder weniger kopfüber in selbigen hineinpurzelte. Kein Wasser, sanfte Landung in der Botanik. Das Geschrei war jedoch groß, die erzieherische Wirkung freilich zeitlich arg begrenzt.
Am Ende der Strecke wartete noch in einem kleinen Dörfchen eine Kneipe auf uns. Jeder erhielt ein Glas Poncha, ein traditionelles, lokales Getränk aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronensaft. Darüber hinaus schwatze der Wirt mir noch die Verkostung des reinen Zuckerrohrschnapses aus einem großen und gut gefüllten Glas auf. Ich bin ja nicht so der Schnapstrinker, und das Zeug war jetzt auch gar nicht so ohne.

Auf dem Rückweg zum Schiff passierten wir noch den Flughafen, den man in Ermangelung einer geeigneten Fläche auf Stelzen an den Berghang gestellt hatte. Kannten wir jetzt so auch noch nicht.
Von der Steuerbordseite, an der unsere Kabine lag, konnte man dann später noch sehr gut sehen, wie die AIDAsol aus uns nicht ersichtlichen Gründen von ihrer vorherigen Liegeposition vor unserem Schiff schräg rückwärts durch das Hafenbecken tuckerte und gegenüber festmachte. Da gab es auf beiden Schiffen wie auch an Land jede Menge interessierte Zuschauer.

Schritte: 26.736

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