Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 13 – Ho-Ho-Ho-Chi-Minh!

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 0/1 – Anreise, Singapur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 2 – Port Klang/Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 3 – Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 4 – Langkawi
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 5 – Phuket
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 6 – Penang
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 7 – Auf hoher See I
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 8 – Singapur II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 9 – Singapur III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 10 – Auf hoher See II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 11 – Ko Samui
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 12 – Auf hoher See III

Das Schiff erreichte Phú Mỹ vor sechs Uhr und schon beim Frühstück konnte man die Ausflugsbusse auf dem Pier sehen. Über 40 waren es – es blieben wohl die wenigsten Passagiere auf dem Schiff zurück. Selbstständiger Landgang war auch eher mau – soweit das Auge reichte nur Hafen- bzw. Industrieanlagen.
Mit dem Bus ging es für uns ca. 3 Stunden lang durch das Land und auch Ho-Chi-Minh-Stadt Richtung Mekong-Delta.
Es gibt ungefähr drei Mopeds/Roller pro Einwohner. Mindestens. Wer hier über eine Fabrik für motorisierte Zweiräder oder für rote Fahnen mit gelbem Stern verfügt, ist ein gemachter Mann.
Die Fahnen waren nach den Zweirädern das zweite, was direkt auffiel.
Egal wohin man schaute, man hatte ständig mindestens fünf bis zehn im Blick. Sie waren überall. Einfach so am Straßenrand an 2-3 m hohen Stangen, an Fassaden, auf Dächern, an Fabriktoren, an Autos.
Stichwort Häuser: Die Vietnamesen haben offenbar eine ganz eigene Interpretation der shotgun-houses entwickelt. Die große Mehrheit der (Wohn)Häuser ist 3-4 Meter breit und geht ordentlich in die Tiefe. Oft auch in die Höhe, was mitunter an eine noch im Bau befindliche Reihenhaussiedlung erinnert. Da ragen dann einzelne Häuser drei bis vier Etagen empor – flankiert von Erdgeschossbauten. Und ohne Fenster an den Seiten. Man muss ja gewahr sein, dass der Nachbar gelegentlich auch seine Hütte noch ein Stück hochzieht.
Auch bemerkenswert: Auf dem Land gibt es überall Gräber. Wirklich überall. Neben Häusern, an Wegen, einfach mal mitten auf Reisfeldern. Teilweise parallel zu anderen Strukturen, oft aber auch ohne erkennbaren Bezug zu irgendwas.
Das sind dann Sarkophage aus Beton in Sarggröße mit einem kleinen Aufbau am Kopfende (?). Auch wenn über 80% der Vietnamesen Atheisten sind, müssen die Toten ja irgendwo hin – wobei ich vermute, dass diese Gräber älteren Datums sind.

Nach der sich hinziehenden Busfahrt stiegen wir in Boote um, die auf dem schmutzig-braunen Mekong schaukelten. Das Wasser war tatsächlich einfach nur braun. Eine homogene, braune Suppe die von allerhand Boots- und Schiffsverkehr ordentlich verquirlt wird.
Wir fuhren an einem Zuchtbetriebs für Pangasius vorbei. Im trüben Wasser lagen Käfige in denen man dicht an dicht gedrängt die Fische sehen konnte. Der Reiseleiter erklärte (in recht gutem Deutsch), dass hier vor allem für den Export (auch nach Europa) produziert werde. Würde ich nicht ohnehin keinen Fisch essen…naja.
Wir fuhren weiter, kletterten alsbald aus dem Boot und liefen an Land ein wenig in einer Siedlung umher. Man zeigte, wie Kokosnüsse von ihrer Umverpackung gelöst und weiterverarbeitet werden und süße Karamellbonbons aus Kokosmilch und Zucker hergestellt werden. Südfrüchte-produzierende Bäume wurden gezeigt und erklärt, in einem sehr kleinen Käfig lag ein kleiner Python träge rum und wurde den Touristen gerne auch mal um den Hals gelegt. Für das tier eine sicher eher zweifelhafte Beschäftigung.
Man reichte Jasmintee und eine Auswahl von frischen Früchten, begleitet von einheimischer Livemusik. Dann wurden wir in kleinen Gruppen auf von Hand geruderte Boote verladen und ein bisschen auf einem kleinen Flussarm entlanggefahren. Man kam sich so ein bisschen vor wie im Spreewald. Nur eben mit tropischer Hitze oben und siffigem Brackwasser unten.
Weiter mit dem großen Boot. Dann bekam die Sache ein bisschen was von einer Kaffeefahrt. Wir hielten bei einer Imkerei und bekamen ein bisschen Tee mit Honig mit Pollen gereicht. Dazu werden Tüten/Flaschen mit ebendiesen Produkten unter Nennung der Preise auf den Tischen ausgebreitet.
Mittagessen dann vor Beginn der Rückfahrt mit dem Bus in einem wohl genau auf die Abfertigung von Reisegruppen ausgerichteten Restaurant. Serviert wurden ganze Fische die laut Auskunft nur im Mekong heimisch wären. Von ihnen galt es Fleisch abzupulen und dann zusammen mit allerhand Gemüse und Reispapier eine Frühlingsrolle (die unfrittiert eigentlich Glücks- oder Sommerrolle heißt) zu produzieren.
Der Reiseleiter hatte am Morgen abgefragt, ob denn auch ‘Körnerfresser’ in der Gruppe wären. Es waren einige – diese Information war dann allerdings offenbar nicht zum Restaurant durchgedrungen. Die Frage nach dem avisierten vegetarischen Mahl löste hektische Betriebsamkeit aus.
Die Rückfahrt zog sich dann wie schon wie Hinfahrt und wir waren froh, als das Schiff endlich in Sicht kam.
Spät am Abend wurden die Leinen losgemacht und es ging zurück Richtung Singapur.

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 14 – Auf hoher See IV
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 15/16 – Singapur IV/Ende

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Land und Leute
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Das Schiff

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