Archiv der Kategorie: freizeit/urlaub

Was sich so außerhalb des Erwerbslebens abspielt. Man arbeitet um zu leben. Nicht umgekehrt.

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 4 – Arrecife, Lanzarote

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 1 – Anreise, Gran Canaria
Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 2 – Seetag
Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 3 – Agadir, Marokko

28.12.2016

Dieser Tag war faktisch ein Seetag, denn wir befanden uns die meiste Zeit auf See. Die Entfernung zwischen Agadir und Lanzarote beträgt knapp über 400 Kilometer Luftlinie, da schippert man schon eine Weile.
Also am Morgen zunächst ausschlafen, am Vormittag hatten wir zeitgleich ähnlich gelagerte Wellnessanwendungen.
Mittagessen, in Bars rumhängen, lesen, wenig tun, Abendessen.
Mit dem beinahe letzten Tageslicht erreichte das Schiff dann den Hafen von Arrecife. Die AIDA sol hatte sich, während wir in Afrika waren, irgendwo anders rumgetrieben und war jetzt schon da.
Für den Abend war Puerto del Carmen angesagt.
Um es kurz zu machen: Das war nix. Puerto del Carmen ist der größte und wichtigste Touristenort der Insel Lanzarote und besteht gefühlt lediglich aus Hotels, unfassbar vielen Ferienwohnungs- und Appartmentanlagen, dem Strand und Touristenrestaurants entlang der Strandstraße.
Für Strandurlaub sicher passabel.
Wenn man das so möchte.
Ansonsten eher nicht.
Schritte: 18.925

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 3 – Agadir, Marokko

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 1 – Anreise, Gran Canaria
Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 2 – Seetag

27.12.2016

Beim Betreten der Veranda umwehte uns direkt eine Mischung aus totem Fisch und fossilen Treibstoffen.
Mir kam die Sache aus Vietnam bekannt vor – auch dort hatte das Schiff in schlichter Ermangelung von entsprechenden Einrichtungen in einem Containerhafen festgemacht.
Auf der Pier standen einige Busse für die Landausflügler sowie eine ganze Menge, von den Jungs der Fahrradabteilung bereits an Land gebrachte, Fahrräder für die Radfahrer, zu denen auch wir gehören würden, bereit.
Kurze Einweisung in die lokalen Gegebenheiten und es ging los.

Zunächst ziemlich lange durch den Hafen und reizarme bis hässliche Gegend bis wir überhaupt in die eigentliche Stadt kamen. Agadir wurde im Februar 1960 nahezu komplett durch ein Erdbeben dem Erdboden gleich gemacht. Außer der Kasbah, einer Festung auf einem Hügelkamm, wurde tatsächlich nahezu jegliche historische Bausubstanz vernichtet. Die Stadt wurde wieder aufgebaut, aber dann eben eher zeitgenössisch. Entsprechend gab es dann auch eher leidlich “moderne” Bauten zu sehen, an denen allerdings mitunter schon heftig der Zahn der Zeit genagt hatte.
Kreuz und quer ging es durch die Stadt, hier und da ein Halt mit ein wenig Erklärungen durch einen der Guides vom Schiff.
Während einer längeren Pause hatten wir etwas Freizeit auf dem Souk El Had, einem typischen Markt. Die Sache war recht groß, von einer hohen Mauer umschlossen und man konnte neben großen Obst- und Gemüsebergen Verkaufsstände für alles mögliche finden. Lebensmittel aller Art aber auch Dinge wie Kochtöpfe und Möbel. Zwischendrin war man immer wieder genötigt, vor Handkarren mit denen gekaufte Waren für Kunden aus dem Gewühl herausgefahren wurden, zur Seite zu springen.
Einer der Tee- und Gewürzhändler lud die ganze Fahrradgruppe (die Räder waren außerhalb des Souk mit dicken Spiralkabeln aneinander gekettet verblieben) zu einem Tee ein – natürlich in der Absicht, hinterher selbigen oder andere Waren auch zu verkaufen.
Danach schlenderten wir noch hin und her, schauten hierhin und dorthin. Nahmen eine Nase voll von dem infernalischen Gestank der in dem Bereich des Marktes herrschte, in dem geschlachtet wurde (Kühlung wird sowieso überbewertet) und gingen schnell weiter. Das war wirklich nichts für schwache Nerven.

Weiter ging es dann mit dem Rad im gewohnten Zickzack durch die Stadt Richtung Strand. Dort konnten wir dann wenn wir denn wollten baden gehen. Oder einfach nur so die Promenade entlang schlendern. Das Wasser war kalt, mit den Füßen rein reichte uns.
Irgendwann radelten wir dann zurück zu Schiff.

Für den Nachmittag war ursprünglich noch eine Stadtbesichtigung geplant – allein hatte man uns im Vorfeld abgeraten. Es gäbe bei diesem Ausflug mehr oder weniger das zu sehen, was wir am Vormittag schon vom Fahrrad aus sehen würden. Außerdem wurde prognostiziert, dass der Nachmittagsausflug beginnen würde, bevor die Radtour zum Schiff zurückgekehrt wäre.
So war es dann auch und wir hatten also für den Nachmittag nichts weiter vor.
Mittagessen und dann hier und da einfach ein bisschen bei einem Kaltgetränk rumhängen. Am Abend verließen wir vor dem Ablegen nochmal das Schiff und wanderten ein wenig im Hafengebiet umher. Eine halbe Stunde vor Mitternacht sollte die Fahrt Richtung Lanzarote starten, wir und etliche andere Passagiere beobachteten amüsiert und teilweise hämisch kommentierend (nur die andern natürlich!) die Bemühungen der Hafenarbeiter, die Gangway mittels eines auf Schienen längs der Kaimauer fahrenden Kranes vom Schiff zu entfernen ohne selbiges, den Kran oder ihre eigenen Personen zu demolieren.
Das Ganze wirkte ein wenig unfreiwillig komisch. Es klappte nicht wie von den Arbeitern gewünscht und sie liefen mitunter recht planlos hin und her und brüllten sich gegenseitig an.

Irgendwann war die Gangway dann weg, das Schiff intakt (wovon zwischenzeitlich nicht unbedingt auszugehen war) und es gab Szenenapplaus. Die Arbeiter winkten fröhlich, das Schiff löste sich langsam von der Mauer und los ging die wilde Fahrt zur nächsten Insel.
Schritte: 21.559

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 4 – Arrecife, Lanzarote

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 2 – Seetag

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 1 – Anreise, Gran Canaria

26.12.2016

Schlafen, ein bisschen Wellness, Lesen auf dem Pooldeck (Decken wurden ausgegeben, es zog doch ganz erheblich), Schläfchen in der Hängematte auf der Veranda der Kabine.
Die Gattin ließ sich mittags die Haare schneiden und partizipierte am Abend an einem Malkurs. Ich trieb mich derweil in der einen oder anderen Bar herum und verminderte die Alkoholvorräte des Schiffes.
Nach dem Abendessen gab es (2. Weihnachtsfeiertag) eine Weihnachtsshow im Theater. Es wurden allerhand Weihnachtslieder aus verschiedenen Kulturkreisen gegeben. Das Ganze eingebettet in eine Rahmenhandlung in der zwei Weihnachtselfen(?) mit mit quietschend verzerrten Stimmen nach dem Weihnachtsmann fahndeten. Das fanden wir persönlich etwas albern.
Schritte: 14.805

(Keine Fotos.)

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 3 – Agadir, Marokko
Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 4 – Arrecife, Lanzarote

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 1 – Anreise, Gran Canaria

25.12.2016

Das Flugzeug startete trotz des hohen christlichen Feiertages unchristlich früh.
So früh, dass wir um 3 Uhr in der Früh aufstehen und zum Bahnhof hasten mussten, um dort den Airliner zum Flughafen zu nehmen.
Der erste Stadtbus, der auch zum Bahnhof gefahren wäre, fuhr angesichts des Sonntages planmäßig erst später. Zu spät.
Neben einigen Menschen, die erkennbar am Flughafen arbeiteten waren tatsächlich noch einige wenige andere verwirrte Reisende unterwegs.
Am Flughafen dann schon etwas mehr und nachdem wir das ganze Kontrollgehampel komplikationslos hinter uns gebrachte hatten, hob der Flieger ab.
Über TUIfly als Fluggesellschaft muss man kein weiteres Wort verlieren. Es gab nicht mal einen Becher Wasser auf’s Haus. Bei 4,5 Stunden Flug wäre das allerdings ein recht feiner Zug. Immerhin erhielten wir, mangels vorheriger und kostenpflichtiger Platzreservierung, sogenannte XL-Seats. Also Sitze am Notausgang mit extra Beinfreiheit. Das war ganz nett.
Irgendwann Landung, Koffer vom Band klauben, Mein Schiff-Banderolen mit Kabinennummer applizieren und an einen TUI-Angestellten übergeben (die Koffer würden später wie durch Zauberhand vor der Kabine auftauchen), ab zum Bus und mit dem dann zum Schiff. Das Wetter war so mittel. Deutlich wärmer als daheim natürlich, aber auch in der Höhe irgendwie diesig und ohne Sonne. Naja.
Sicherheitskontrolle, Check-in und dann erstmal was essen.
Die Gattin setzte sich im Restaurant zielsicher neben eine Familie mir zwei sehr kleinen Kindern. Sehr klein, sehr blond, sehr große Augen. Sowas zieht immer. Passenderweise trafen wir uns in den folgenden zwei Wochen dann hin und wieder unverhofft und auch geplant.
Später wanderten wir noch ein wenig auf dem Schiff umher und ich konnte mit meiner unfassbaren Mein-Schiff-Erfahrung protzen.
Tatsächlich war ich allerdings leidlich verwirrt. Trotz genereller Baugleichheit mit der MS1 war man bei der Innengestaltung hier hin und wieder andere Wege gegangen. Einige Bars und Einrichtungen befinden sich an anderen Stellen, was mich so manches Mal falsch laufen ließ. Ein paar Tage lang. Irgendwann ging’s dann.
Schließlich konnten wir die Kabine beziehen und taten das auch.
Später noch die obilgatorische Seenotrettungsübung und dann ging sie los, die wilde Fahrt. Nächstes Ziel: Afrika.

Vor der letzten Fahrt hatte ich einige Sorgen, auf meine Tagesschrittzahl zu kommen. Tatsächlich wurden es aber (inklusive von vier Flügen mit ingesamt fast einem kompletten Tag Flugzeit) pro Tag im Durchschnitt knappe 16.000 Schritte.
Der erste Tag hier begann mit 21.169 Schritten schon mal vielversprechend.

 

Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 2 – Seetag
Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 3 – Agadir, Marokko
Mein Schiff 2: “Kanaren mit Marokko & Madeira” – Tag 4 – Arrecife, Lanzarote

Berlin, Berlin!

(Köpenick. Aber immerhin.)

Merke:

  • Es kann Anfang September noch sehr heiß sein.
  • Frühstück auf der Hotelterrasse bei über dem Köpenicker Schloss aufgehender Sonne ist nicht das Schlechteste.
  • In Anzug (Wollanteil!) und Krawatte mal eben eine halbe Stunde ohne Schatten in gleißender Sonne sitzen (und auf Braut und Bräutigam zu warten) ist bestenfalls so mittel.
  • Die stundenlange Nutzung des Berliner ÖPNV des nächtens kann sehr angenehm sein.
  • Die stundenlange Nutzung des Berliner ÖPNV am Tage…eher nicht.
  • Der Berliner an sich wirft ganz offensichtlich gerne allerhand Gerümpel in die Dahme.
  • Die Ansage, nach der Landung bis zum Erreichen der Parkposition angeschnallt zu bleiben ist kein Spaß. Evtl. rollt der Pilot beinahe am Abzweig zum Terminal vorbei und geht dann hart auf die Bremse. Evtl. knallen die bereits Abgeschnallten dann erstmal mit viel Getöse an die Rückseiten der Sitze vor ihnen. Evtl. finden die noch Angeschnallten das Ganze höchst amüsant.

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Das Schiff

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 0/1 – Anreise, Singapur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 2 – Port Klang/Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 3 – Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 4 – Langkawi
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 5 – Phuket
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 6 – Penang
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 7 – Auf hoher See I
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 8 – Singapur II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 9 – Singapur III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 10 – Auf hoher See II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 11 – Ko Samui
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 12 – Auf hoher See III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 13 – Ho-Ho-Ho-Chi-Minh!
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 14 – Auf hoher See IV
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 15/16 – Singapur IV/Ende

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Land und Leute

Das Schiff ist groß. Obwohl es wohl noch eines der kleineren in der boomenden Kreuzfahrtbranche ist. Da braucht man schon einen Augenblick, bis man sich da zurechtfindet.
Aber es gibt Pläne und Wegweiser. Und ziemlich bald weiß man wo was ist, welche Decks was enthalten und wie man von A nach B kommt.
Das “Premium All inklusive”-Prinzip von TUI-Cruises hat Charme.
Man muss faktisch nichts bezahlen. Es gibt einige Restaurants die separat Geld kosten, dann aber eben auch Spezielles außer der Reihe bieten. Steak, Sushi, sowas.
Dinge, die mich natürlich nicht interessieren.
Ansonsten eine Handvoll Alkoholika. Vornehmlich alte Whiskeys, Schampus und so weiter.
Alles für den täglichen Bedarf ist inklusive. Auch “namhafte Spirituosen”.
Man muss also nicht immer nach dem Preis schauen, bekommt aber auch nicht irgendein Fertigkram in’s Glas. Cocktails werden an den Bar live gemixt etc.
Die Tatsache, dass man allermeistens nicht mit Geld oder einer Rechnung hantiert, reduziert natürlich auch die Möglichkeiten der Trinkgeldgabe. Schon alleine weil die Gelegenheit so direkt fehlt.
TUI-Cruises sagt, dass die Entlohnung des Personals nicht auf der Notwendigkeit, Trinkgeld zu erhalten, basiert.
Würde das nicht irgendwie passen, wären die Leute wohl auch kaum noch dort.
Man darf trotzdem tippen, verboten ist das natürlich nicht.
Alles ist so sauber wie es sein kann – in einem Reinraum wird man sich bei der Anwesenheit von knappen 3.000 Menschen auf so begrenztem Raum naturgemäß eher nicht wähnen dürfen.
Die Bespaßung hält sich in Grenzen und man kann sie ganz gut meiden und bei Bedarf einfach irgendwo einen Cocktail schlürfen oder Kaffee trinken wenn es am anderen Ende des Schiffes grad zu laut ist.
Aber Schatten ist überall. Hier primär in Form der Klimaanlage. Es scheint kaum eine technische Errungenschaft zu geben, die anhaltend einfach so falsch bedient wird. Ohne Aussicht auf Besserung. Die meisten Räume auf dem Schiff sind einfach viel zu stark gekühlt. Während ich das schreibe, haben wir einen Seetag und das Schiff schlingert durch das südchinesische Meer. Draußen sind 28 Grad Celsius und ich musste heute für eine Veranstaltung im für seine Eiskellertemperaturen berüchtigten Konferenzraum eine Jacke mitnehmen.
Die (nicht von TUI verantworteten) Ausflugsbusse nötigen ebenfalls gerne zu langen Ärmeln. Jedes klimatisierte Gebäude auf dieser Reise war nicht wohltemperiert, sondern kalt.
Ein allgemeines Klimaanlagensyndrom, dass ich bisher noch überall auf der Welt angetroffen habe. Dabei ist es doch sowohl gesundheitlich als auch finanziell ziemlich unklug, die Klimaanlagen soweit aufzudrehen.
Ich werde es wohl nie verstehen.

Die Klientel auf dem Schiff ist eher fortgeschrittenen Alters und neigt allgemein nicht dazu, sich maßlos (weil quasi kostenlos) zu besaufen.
Am ersten Tag habe ich eine einzige Dame gesehen, die an einer Bar auf dem Pooldeck erkennbar nicht mehr nüchtern war. Das war’s dann aber auch. Man torkelt nicht lautstark und besoffen umher und kotzt nicht das Abendessen zusammen mit zwei Litern Cola-Rum in die Gänge.
Aber Alter schützt vor Torheit nicht und so tun die Menschen auch hier, was sie überall tun. In kurzen Hosen beim Abendessen erscheinen, obwohl ausreichend dimensionierte Schilder bitten, genau das nicht zu tun. Drängeln und schieben, als würde man keinen Platz mehr im Tenderboot bekommen und könnte das Schiff nicht mehr verlassen – obwohl das nächste Tenderboot ganz sicher auch fährt. Liegen auf dem Pooldeck mit Handtüchern reservieren – obwohl jeder Gast theoretisch nur ein Handtuch erhält, haben manche auf wundersame Weise trotzdem mehrere und dann eben auch eine Liege im Schatten und eine in der Sonne…
Sie laufen mit aufgestellten Kragen von Poloshirts rum und kommen mit Badelatschen in’s Restaurant
Aber das sind Dinge, mit denen man wohl leben muss. Immer und überall.
Um es mit Gerhard Polt zu sagen: Wenn eine Sache genetisch versaut ist kann man sie auch mit Prügel nicht mehr korrigieren.

Meine Kabinensituation als junger “Mann zum mitreisen” – naja. Beflissen klappte ich meinen Schlafsessel des abends aus und des morgens wieder ein – versperrte er doch den beiden Vollzahlern wirkungsvoll den einfachen (drübersteigen ging natürlich – so breit war die Liegefläche nicht) Weg auf die Verandakabine. Da wollten sie zwar sowieso meistens nicht hin, aber eng war es eben trotzdem. Auch für mich. Die Nasszelle fasst sowieso mit gutem Gewissen nur eine Person, da spielt die Anzahl der Kabinenbewohner keine Rolle.
Aber der Platz in Schränken und Schubladen ist eben auch eher für eine Doppelbelegung gemacht. Man kann sich arrangieren, aber weniger ist hier eindeutig mehr. So wie in einem Fahrzeug der Kompaktklasse drei Erwachsene hinten sitzen können – unbedingt erstrebenswert ist das auf Dauer aber trotzdem nicht.

Mein Plan, wenigstens einmal draußen auf dem Balkon zu schlafen, ließ sich leider nicht umsetzen. In der Hängematte sowieso nicht – da ist ja Rücken vorprogrammiert, aber den Versuch es sich auf der ebenfalls auf dem Balkon vorhandenen Liege gemütlich zu machen musste ich wegen absurd lauter Geräuschkulisse abbrechen.
Das Schiff schnitt da so durch die Wellen und hinterließ irritierend verquirltes Wasser. Unendlich viele Luftbläschen sprudelten da rum, dass es eine Art hatte. An Schlaf war nicht zu denken. Insgesamt sehr merkwürdig.

Was das Essen und Trinken angeht, bin ich ein genügsamer Mensch. Wirklich.
Es muss nur einfach die richtigen Sachen geben. Gemüse, Kohlenhydrate, wenig (pflanzliches) Fett, nichts vom lebendigen oder toten Tier.
Leider neigt der deutsche Gastronom dazu, zum Beispiel Gemüse grundsätzlich nach der Garung entweder in zerlassener Butter zu schwenken oder direkt in einer Soße aus Milchprodukten zu servieren. Auch zum Reis und den Kartoffeln wird gerne Butter gegeben.
Das Restaurant auf dem Schiff war hier keine Ausnahme. Zielgruppe sind ganz klar Omnivoren mit Schwerpunkt auf dem Verzehr tierischen Proteins.
Ich wusste dann ziemlich schnell, welche Bereiche des Buffettrestaurants ich gar nicht erst anschauen musste. Die richtige Zuordnung des vorbestellten Menüs im Bedienrestaurant holperte hier und dort ein wenig aber so ist das eben wenn man nicht isst was alle essen.
Ingesamt findet hier jeder etwas. Zu trinken sowieso

Alles in allem: Ich würde wohl wiederkommen und dann einige Dinge anders machen, die man vorher nicht wissen kann.
Allem voran natürlich: Mehr Fahrradausflüge buchen… (y)

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Land und Leute

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 0/1 – Anreise, Singapur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 2 – Port Klang/Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 3 – Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 4 – Langkawi
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 5 – Phuket
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 6 – Penang
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 7 – Auf hoher See I
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 8 – Singapur II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 9 – Singapur III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 10 – Auf hoher See II
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Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 12 – Auf hoher See III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 13 – Ho-Ho-Ho-Chi-Minh!
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 14 – Auf hoher See IV
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 15/16 – Singapur IV/Ende

Ich war natürlich nur ein Tourist. Und habe gesehen, was man als Tourist bei mitunter kurzen Landaufenthalten eben so sieht.
Aber das war es nun mal, was den Eindruck geprägt hat. Und wenn die Verantwortlichen z.B. einen Tenderpier bauen wissen sie auch, dass die dort ankommenden Besucher eben dann das sehen, was sie dort sehen.
Allgemein: Die Menschen denen ich begegnet bin waren durchweg in ihrem Gebaren eine angenehme Abwechslung zum hierzulande doch mehr und mehr ruppigem Miteinander.

Singapur
Das Kreuzfahrtterminal neu (was natürlich nur am Rande relevant ist) und sauber. Die Stadt (vielfach auch neu und) sauber. Drakonisch anmutende Strafandrohungen für scheinbar geringe Vergehen. Da sollte sich so manch anderes Land mal etwas abschauen.
Man verwendet im Justizsystem wohl auch gerne Stockhiebe. Sicher eine wirksame Strafe, die in Erinnerung bleibt.
Insgesamt macht Singapur einen durchaus angenehmen Eindruck – ohne dass ich das direkt an irgendetwas festmachen könnte.

Malaysia
Das Schiff legte bei (Port) Klang an, von dort war es eine relativ kurze Busfahrt nach Kuala Lumpur. Man sah so einiges von der Gegend. Gutes und Schlechtes. Viele nagelneue Reihenhaussiedlungen aus dem staatlichen Wohnungsbauprogramm, wie der Reiseführer erklärte. Man kauft eher, als dass man mietet, sagte er. Und auch im sozialen Wohnungsbau wird eher gekauft. Dann eben günstiger als auf dem freien Markt.
KL erwies sich dann als typische südostasiatische Metropole. Zumindest so, wie man sich das als Europäer vorstellt. Ein bisschen chaotisch, viel Verkehr, hier und da ein bisschen Gestank, neue Gebäude mit glänzenden Fassaden unmittelbar neben alten Häuschen die schon bessere Zeiten gesehen hatten.
Ein bisschen wie Singapur mit Hinterland.

Thailand
Mit einem Wort: Enttäuschend.
Das wofür man nach Thailand kommt, habe ich vermutlich nicht gesehen. Hoffentlich nicht.
Denn das was ich gesehen habe, hat sich ganz gewiss nicht zum gesehen werden geeignet. Die wirre Installation von Elektrokabeln entlang der Straßen war ja noch ganz niedlich, aber schon der offenkundig völlig unbekümmerte Umgang mit Müll war nichts, was ich unter charmantem Lokalkolorit verbuchen würde. Ich tue dem Land und seinen ganz gewiss auch vorhandenen schönen Ecken sicherlich Unrecht – aber alles was ich so gesehen hatte (und das war so Einiges) war nicht eben geeignet, zu einem erneuten Besuch zu motivieren.

Vietnam
Was optische und olfaktorische Eindrücke angeht, schien mir das was ich sah, nicht weit von der Situation in Thailand entfernt zu sein.
Immerhin sah man hier hin und wieder Menschen, die mit Reinigungswerkzeug zugange waren und zumindest versuchten, etwas zu tun.
Ansonsten ebenfalls eine alarmierende Vermüllung des öffentlichen Raumes – mal mehr mal weniger stark ausgeprägt. Leider oft mehr.

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Das Schiff

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 15/16 – Singapur IV/Ende

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 0/1 – Anreise, Singapur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 2 – Port Klang/Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 3 – Kuala Lumpur
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Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 6 – Penang
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Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 12 – Auf hoher See III
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Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 14 – Auf hoher See IV

Singapur. Schon wieder.
Das Schiff machte am Morgen am Terminal fest und sogleich setzte hektische Betriebsamkeit ein. Wechseltag. Allerhand Koffer mussten von Bord geschafft und im Terminal sortiert aufgestellt werden. Und zwar zackig. Dann bald würde die gleiche Menge an neuen Koffern gebracht werden.
Wir ließen uns davon zunächst nicht beeindrucken, deponierten unser Handgepäck nach dem Frühstück im Theater und machten uns ein letztes Mal in die Stadt auf.
Mit dem Shuttle-Bus ging es einmal mehr zum Marina Bay Convention Center und von dort zu Fuß durch die Gardens at the Bay zu den Klimahallen.
Zunächst in die mit 8.000m² überdeckende Halle namens ‘Cloud Forest’. Hier hat man eine 35 Meter hohe Konstruktion mit einem Wasserfall und allerhand Grünkram bestückt. Das Ganze zeigt die Vegetation der Tropen zwischen einem und drei Höhenkilometern.
Man könnte jetzt meinen, in den Tropen sei es warm. Auch im entsprechenden Höhenbereich. Die Halle ließ sich allerdings eher mit dem Begriff ‘eisig’ treffend beschreiben. Es war wirklich schweinekalt und zudem nicht zuletzt durch den tosenden Wasserfall auch einigermaßen feucht.
Tatsächlich scheint dieser Kälteeindruck durch die Außentemperaturen, die eher Richtung 40 als 30 Grad tendierten, verfälscht worden sein. Denn in der Halle sollen Temperaturen von 23 bis 25 Grad herrschen. Sagen die Leute, die da drinnen das Wetter machen.
Man fuhr dann da bibbernd im Aufzug nach oben auf den Turm und wanderte über sich teilweise weit in die Halle schlängelnde Stege und auch durch das Innere des Turms nach unten. Immer umgeben von Vegetation jeder Couleur und allerhand Skulpturen und anderen Kunstinstallationen. An einer Stelle war ein ganzes Ensemble fleischfressender Pflanzen aus Lego nachgebaut worden.

Zweite Station: Der ‘Flower Dome’.
Eine mit 12.800m² noch größere Halle (seit 2015 das größte Glasgewächshaus der Welt und freitragend) in der es nicht ganz so kühl und deutlich trockener war.
Man hatte hier verschiedene Bereiche mit für mediterrane und halbtrockene Klimazonen typische Gewächse am Start.
Außerdem noch die allgegenwärtige Dekoration des chinesischen Neujahrsfestes.
Während wir uns da so verlustierten wurde der Himmel draußen dunkel.
Als wir schließlich die Halle verließen (zwischen den beiden Hallen befindet man sich noch in einem offenen aber großzügig überdachtem Eingangsbereich) regnete es, als gäbe es kein Morgen.
Also so richtig. Für Große.
Jede Menge ratlose Leute standen nun da rum und schauten in den Regen.
Wir hatten jetzt nicht alle Zeit der Welt, die Transferbusse zum Flughafen würden mit reichlich Vorlauf abfahren und man wollte ja vielleicht auch nochmal die sanitären Anlagen benutzen etc.
Irgendwann ließ der Regen ein wenig nach und wir machten uns in Einweg-Regenponchos auf den Weg zum Convention Center für die Rückfahrt zum Schiff.
Meine (Stoff)Schuhe waren natürlich, wie auch begrenzt die Hose, im Handumdrehen nass.
Im Terminal tauschte ich meine nassen Klamotten dann mit im Koffer passend bereitgelegten Ersatzklamotten inklusive trockenen Schuhen und wir hockten uns ein letztes Mal auf dem Schiff in eine der Bars.
Irgendwann wurde es Zeit und ich verabschiedete mich Richtung Busabfahrplatz.
Die Herrschaften würden mit Qatar über Doha nach Berlin, ich einige Stunden eher mit Emirates über Dubai nach Frankfurt fliegen.
Ich wusste, dass mein Flug vom Terminal 1 starten sollte und war einigermaßen irritiert, als der Bus vor Terminal 2 hielt, der Fahrer und sein Compagnon austiegen und sich daran machten, die Koffer aus dem Bus zu holen.
Einige der anderen Passagiere (alle für den gleichen Flug) schauten wie wohl ich auch ein wenig sparsam – die meisten waren allerdings eifrig ausgestiegen und suchten sich ihre Koffer. Aber es half ja nichts. Also auch raus und den Fahrer mal gefragt, wie man denn jetzt von hier zum richtigen Terminal kommen solle. Schließlich sei das hier nicht so ganz richtig.
Wildes Palaver zwischen Fahrer und Begleiter/Beifahrer/wasauchimmer setzte ein. Der Begleiter fragte nochmal nach, ließ sich Papierkram mit Fluginformationen von uns zeigen, beratschlagte sich erneut mit dem Fahrer und griff dann zum Mobiltelefon.
Der Fahrer stieg derweil in seinen Bus und fuhr ab. Vermutlich um die nächste Fuhre zeitlich nicht zu gefährden.
Der Begleiter hatte sich derweil von den Tatsachen überzeugt und lotste uns samt Gepäck, einem Hirten mit seiner Herde gleich, zu der Bahn, die zwischen den Terminals pendelt.
Das hätte man sicher auch alleine hingekriegt, aber naja. Better safe than sorry.
Irgendwann wurde das Gate geöffnet und relativ pünktlich hob sich der A380 in den Himmel über Singapur.
Der Umstieg in Dubai gestaltete sich gewohnt problemlos und die Ankunft am nächsten Tag in Frankfurt mit der anschließenden halbstündigen Fahrt mit dem Airliner nach Darmstadt markierte schließlich das Ende der ganzen Unternehmung.

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Land und Leute
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Das Schiff

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 14 – Auf hoher See IV

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Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 7 – Auf hoher See I
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 8 – Singapur II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 9 – Singapur III
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Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 12 – Auf hoher See III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 13 – Ho-Ho-Ho-Chi-Minh!

Das südchinesische Meer ist grau, wir haben leichten Wind und das Schiff rollt ein wenig. Ich verbringe den Vormittag mit verschärftem Nichtstun, das klappt ganz gut. So auf das Tagesziel von 10.929 Schritten zu kommen, ist allerdings nichts so einfach.
Es geht dem Ende entgegen. Am Vorabend wurden Transfer- und Rückreiseinfos in der Kabine hinterlegt. Wenn man seinen Koffer bis 23 Uhr am Vortag der Abreise in den Gang vor die Kabine stellt, wird er von hilfreichen Geistern eingesammelt und findet sich am nächsten Tag, aufgereiht nach Decksnummer im Kreuzfahrtterminal wieder. Dort kann man dann natürlich noch fröhlich umpacken oder was man da sonst noch so tun möchte.
Für die Aufbewahrung des Handgepäcks kann an Abreisetagen das Theater genutzt werden – so man denn noch ausflügelt oder nicht mit Handgepäck ein letztes Mal auf dem Sonnendeck liegen möchte.

Entsprechend waren Nachmittag und Abend des vorletzten Tages in unserer Kabine durch allgemeines Kofferpacken gekennzeichnet.
Später gab es im Theater noch die Crew-Show bei der man die sonst eher unsichtbaren dienstbaren Geister beklatschen konnte.

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 15/16 – Singapur IV/Ende

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Land und Leute
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Das Schiff

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 13 – Ho-Ho-Ho-Chi-Minh!

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 0/1 – Anreise, Singapur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 2 – Port Klang/Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 3 – Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 4 – Langkawi
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 5 – Phuket
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 6 – Penang
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 7 – Auf hoher See I
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 8 – Singapur II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 9 – Singapur III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 10 – Auf hoher See II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 11 – Ko Samui
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 12 – Auf hoher See III

Das Schiff erreichte Phú Mỹ vor sechs Uhr und schon beim Frühstück konnte man die Ausflugsbusse auf dem Pier sehen. Über 40 waren es – es blieben wohl die wenigsten Passagiere auf dem Schiff zurück. Selbstständiger Landgang war auch eher mau – soweit das Auge reichte nur Hafen- bzw. Industrieanlagen.
Mit dem Bus ging es für uns ca. 3 Stunden lang durch das Land und auch Ho-Chi-Minh-Stadt Richtung Mekong-Delta.
Es gibt ungefähr drei Mopeds/Roller pro Einwohner. Mindestens. Wer hier über eine Fabrik für motorisierte Zweiräder oder für rote Fahnen mit gelbem Stern verfügt, ist ein gemachter Mann.
Die Fahnen waren nach den Zweirädern das zweite, was direkt auffiel.
Egal wohin man schaute, man hatte ständig mindestens fünf bis zehn im Blick. Sie waren überall. Einfach so am Straßenrand an 2-3 m hohen Stangen, an Fassaden, auf Dächern, an Fabriktoren, an Autos.
Stichwort Häuser: Die Vietnamesen haben offenbar eine ganz eigene Interpretation der shotgun-houses entwickelt. Die große Mehrheit der (Wohn)Häuser ist 3-4 Meter breit und geht ordentlich in die Tiefe. Oft auch in die Höhe, was mitunter an eine noch im Bau befindliche Reihenhaussiedlung erinnert. Da ragen dann einzelne Häuser drei bis vier Etagen empor – flankiert von Erdgeschossbauten. Und ohne Fenster an den Seiten. Man muss ja gewahr sein, dass der Nachbar gelegentlich auch seine Hütte noch ein Stück hochzieht.
Auch bemerkenswert: Auf dem Land gibt es überall Gräber. Wirklich überall. Neben Häusern, an Wegen, einfach mal mitten auf Reisfeldern. Teilweise parallel zu anderen Strukturen, oft aber auch ohne erkennbaren Bezug zu irgendwas.
Das sind dann Sarkophage aus Beton in Sarggröße mit einem kleinen Aufbau am Kopfende (?). Auch wenn über 80% der Vietnamesen Atheisten sind, müssen die Toten ja irgendwo hin – wobei ich vermute, dass diese Gräber älteren Datums sind.

Nach der sich hinziehenden Busfahrt stiegen wir in Boote um, die auf dem schmutzig-braunen Mekong schaukelten. Das Wasser war tatsächlich einfach nur braun. Eine homogene, braune Suppe die von allerhand Boots- und Schiffsverkehr ordentlich verquirlt wird.
Wir fuhren an einem Zuchtbetriebs für Pangasius vorbei. Im trüben Wasser lagen Käfige in denen man dicht an dicht gedrängt die Fische sehen konnte. Der Reiseleiter erklärte (in recht gutem Deutsch), dass hier vor allem für den Export (auch nach Europa) produziert werde. Würde ich nicht ohnehin keinen Fisch essen…naja.
Wir fuhren weiter, kletterten alsbald aus dem Boot und liefen an Land ein wenig in einer Siedlung umher. Man zeigte, wie Kokosnüsse von ihrer Umverpackung gelöst und weiterverarbeitet werden und süße Karamellbonbons aus Kokosmilch und Zucker hergestellt werden. Südfrüchte-produzierende Bäume wurden gezeigt und erklärt, in einem sehr kleinen Käfig lag ein kleiner Python träge rum und wurde den Touristen gerne auch mal um den Hals gelegt. Für das tier eine sicher eher zweifelhafte Beschäftigung.
Man reichte Jasmintee und eine Auswahl von frischen Früchten, begleitet von einheimischer Livemusik. Dann wurden wir in kleinen Gruppen auf von Hand geruderte Boote verladen und ein bisschen auf einem kleinen Flussarm entlanggefahren. Man kam sich so ein bisschen vor wie im Spreewald. Nur eben mit tropischer Hitze oben und siffigem Brackwasser unten.
Weiter mit dem großen Boot. Dann bekam die Sache ein bisschen was von einer Kaffeefahrt. Wir hielten bei einer Imkerei und bekamen ein bisschen Tee mit Honig mit Pollen gereicht. Dazu werden Tüten/Flaschen mit ebendiesen Produkten unter Nennung der Preise auf den Tischen ausgebreitet.
Mittagessen dann vor Beginn der Rückfahrt mit dem Bus in einem wohl genau auf die Abfertigung von Reisegruppen ausgerichteten Restaurant. Serviert wurden ganze Fische die laut Auskunft nur im Mekong heimisch wären. Von ihnen galt es Fleisch abzupulen und dann zusammen mit allerhand Gemüse und Reispapier eine Frühlingsrolle (die unfrittiert eigentlich Glücks- oder Sommerrolle heißt) zu produzieren.
Der Reiseleiter hatte am Morgen abgefragt, ob denn auch ‘Körnerfresser’ in der Gruppe wären. Es waren einige – diese Information war dann allerdings offenbar nicht zum Restaurant durchgedrungen. Die Frage nach dem avisierten vegetarischen Mahl löste hektische Betriebsamkeit aus.
Die Rückfahrt zog sich dann wie schon wie Hinfahrt und wir waren froh, als das Schiff endlich in Sicht kam.
Spät am Abend wurden die Leinen losgemacht und es ging zurück Richtung Singapur.

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 14 – Auf hoher See IV
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 15/16 – Singapur IV/Ende

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Land und Leute
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Das Schiff