Exzellenzinitiative

Wenn mutmaßliche Angehörige der TU Darmstadt einen Hubwagen an einen Elektroroller tüddern und damit gleichermaßen frohlockend wie scheppernd durch den Hof hinter dem Institutsgebäude fahren…dann weiß man, dass die Steuergelder für einen guten Zweck eingesetzt werden.

Störerhaftung

Das Wort an sich erregt schon Abscheu und klingt ganz so, als wäre es aus einer deutschen Amtsstube entsprungen. Was es ja wohl auch ist.
Nun soll damit Schluss sein, der Europäische Gerichtshof findet das deutsche Gebaren an dieser Stelle voll doof. Was es ja wohl auch ist.

Man darf gespannt sein, wie der Gesetzgeber reagiert. Ob zur Abwechslung wirklich mal eine lebensnahe und funktionale Regelung gefunden wird. Oder ob Interessenverbände und Lobbyisten wie gewohnt die gute Absicht ins krasse Gegenteil verkehren. Der Gruppe der Abmahnkanzleien und -anwälte dürfte die Sache längst tiefe Sorgenfalten beschert haben. Verständlich, wenn mal eben das ganze Geschäftsmodell implodiert.
Möglicherweise sehen auch die Mobilfunkanbieter ihre Erlöse durch die hochpreisigen Traffic-Pakete in Gefahr.
Mein Mitleid bewegt sich hier allerdings in engen Grenzen.

Wer mal im Ausland unterwegs war weiß, wie lächerlich das ist, was hierzulande abgezogen wird. Das habe ich mit voller Wucht jüngst in Asien wieder erlebt. Singapur, Malaysia, Thailand – überall waren offene drahtlose Netze zu finden. Sogar im sozialistischen Vietnam gab es diesbezüglich keine Probleme.
Über die Risiken gilt es sich selbstverständlich im Klaren zu sein. So sollte man eher darauf verzichten, sensible Daten zu senden und zu empfangen. Onlinebanking zum Beispiel. Je nach eigener Paranoia evtl. auch Mailempfang und -versand.
Alternativ nutzt man, entsprechende Infrastruktur vorausgesetzt, einen VPN-Tunnel ins heimische Netz.

kreuzfahrt_schiff

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Das Schiff

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 0/1 – Anreise, Singapur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 2 – Port Klang/Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 3 – Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 4 – Langkawi
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 5 – Phuket
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 6 – Penang
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 7 – Auf hoher See I
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 8 – Singapur II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 9 – Singapur III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 10 – Auf hoher See II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 11 – Ko Samui
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 12 – Auf hoher See III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 13 – Ho-Ho-Ho-Chi-Minh!
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 14 – Auf hoher See IV
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 15/16 – Singapur IV/Ende

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Land und Leute

Das Schiff ist groß. Obwohl es wohl noch eines der kleineren in der boomenden Kreuzfahrtbranche ist. Da braucht man schon einen Augenblick, bis man sich da zurechtfindet.
Aber es gibt Pläne und Wegweiser. Und ziemlich bald weiß man wo was ist, welche Decks was enthalten und wie man von A nach B kommt.
Das “Premium All inklusive”-Prinzip von TUI-Cruises hat Charme.
Man muss faktisch nichts bezahlen. Es gibt einige Restaurants die separat Geld kosten, dann aber eben auch Spezielles außer der Reihe bieten. Steak, Sushi, sowas.
Dinge, die mich natürlich nicht interessieren.
Ansonsten eine Handvoll Alkoholika. Vornehmlich alte Whiskeys, Schampus und so weiter.
Alles für den täglichen Bedarf ist inklusive. Auch “namhafte Spirituosen”.
Man muss also nicht immer nach dem Preis schauen, bekommt aber auch nicht irgendein Fertigkram in’s Glas. Cocktails werden an den Bar live gemixt etc.
Die Tatsache, dass man allermeistens nicht mit Geld oder einer Rechnung hantiert, reduziert natürlich auch die Möglichkeiten der Trinkgeldgabe. Schon alleine weil die Gelegenheit so direkt fehlt.
TUI-Cruises sagt, dass die Entlohnung des Personals nicht auf der Notwendigkeit, Trinkgeld zu erhalten, basiert.
Würde das nicht irgendwie passen, wären die Leute wohl auch kaum noch dort.
Man darf trotzdem tippen, verboten ist das natürlich nicht.
Alles ist so sauber wie es sein kann – in einem Reinraum wird man sich bei der Anwesenheit von knappen 3.000 Menschen auf so begrenztem Raum naturgemäß eher nicht wähnen dürfen.
Die Bespaßung hält sich in Grenzen und man kann sie ganz gut meiden und bei Bedarf einfach irgendwo einen Cocktail schlürfen oder Kaffee trinken wenn es am anderen Ende des Schiffes grad zu laut ist.
Aber Schatten ist überall. Hier primär in Form der Klimaanlage. Es scheint kaum eine technische Errungenschaft zu geben, die anhaltend einfach so falsch bedient wird. Ohne Aussicht auf Besserung. Die meisten Räume auf dem Schiff sind einfach viel zu stark gekühlt. Während ich das schreibe, haben wir einen Seetag und das Schiff schlingert durch das südchinesische Meer. Draußen sind 28 Grad Celsius und ich musste heute für eine Veranstaltung im für seine Eiskellertemperaturen berüchtigten Konferenzraum eine Jacke mitnehmen.
Die (nicht von TUI verantworteten) Ausflugsbusse nötigen ebenfalls gerne zu langen Ärmeln. Jedes klimatisierte Gebäude auf dieser Reise war nicht wohltemperiert, sondern kalt.
Ein allgemeines Klimaanlagensyndrom, dass ich bisher noch überall auf der Welt angetroffen habe. Dabei ist es doch sowohl gesundheitlich als auch finanziell ziemlich unklug, die Klimaanlagen soweit aufzudrehen.
Ich werde es wohl nie verstehen.

Die Klientel auf dem Schiff ist eher fortgeschrittenen Alters und neigt allgemein nicht dazu, sich maßlos (weil quasi kostenlos) zu besaufen.
Am ersten Tag habe ich eine einzige Dame gesehen, die an einer Bar auf dem Pooldeck erkennbar nicht mehr nüchtern war. Das war’s dann aber auch. Man torkelt nicht lautstark und besoffen umher und kotzt nicht das Abendessen zusammen mit zwei Litern Cola-Rum in die Gänge.
Aber Alter schützt vor Torheit nicht und so tun die Menschen auch hier, was sie überall tun. In kurzen Hosen beim Abendessen erscheinen, obwohl ausreichend dimensionierte Schilder bitten, genau das nicht zu tun. Drängeln und schieben, als würde man keinen Platz mehr im Tenderboot bekommen und könnte das Schiff nicht mehr verlassen – obwohl das nächste Tenderboot ganz sicher auch fährt. Liegen auf dem Pooldeck mit Handtüchern reservieren – obwohl jeder Gast theoretisch nur ein Handtuch erhält, haben manche auf wundersame Weise trotzdem mehrere und dann eben auch eine Liege im Schatten und eine in der Sonne…
Sie laufen mit aufgestellten Kragen von Poloshirts rum und kommen mit Badelatschen in’s Restaurant
Aber das sind Dinge, mit denen man wohl leben muss. Immer und überall.
Um es mit Gerhard Polt zu sagen: Wenn eine Sache genetisch versaut ist kann man sie auch mit Prügel nicht mehr korrigieren.

Meine Kabinensituation als junger “Mann zum mitreisen” – naja. Beflissen klappte ich meinen Schlafsessel des abends aus und des morgens wieder ein – versperrte er doch den beiden Vollzahlern wirkungsvoll den einfachen (drübersteigen ging natürlich – so breit war die Liegefläche nicht) Weg auf die Verandakabine. Da wollten sie zwar sowieso meistens nicht hin, aber eng war es eben trotzdem. Auch für mich. Die Nasszelle fasst sowieso mit gutem Gewissen nur eine Person, da spielt die Anzahl der Kabinenbewohner keine Rolle.
Aber der Platz in Schränken und Schubladen ist eben auch eher für eine Doppelbelegung gemacht. Man kann sich arrangieren, aber weniger ist hier eindeutig mehr. So wie in einem Fahrzeug der Kompaktklasse drei Erwachsene hinten sitzen können – unbedingt erstrebenswert ist das auf Dauer aber trotzdem nicht.

Mein Plan, wenigstens einmal draußen auf dem Balkon zu schlafen, ließ sich leider nicht umsetzen. In der Hängematte sowieso nicht – da ist ja Rücken vorprogrammiert, aber den Versuch es sich auf der ebenfalls auf dem Balkon vorhandenen Liege gemütlich zu machen musste ich wegen absurd lauter Geräuschkulisse abbrechen.
Das Schiff schnitt da so durch die Wellen und hinterließ irritierend verquirltes Wasser. Unendlich viele Luftbläschen sprudelten da rum, dass es eine Art hatte. An Schlaf war nicht zu denken. Insgesamt sehr merkwürdig.

Was das Essen und Trinken angeht, bin ich ein genügsamer Mensch. Wirklich.
Es muss nur einfach die richtigen Sachen geben. Gemüse, Kohlenhydrate, wenig (pflanzliches) Fett, nichts vom lebendigen oder toten Tier.
Leider neigt der deutsche Gastronom dazu, zum Beispiel Gemüse grundsätzlich nach der Garung entweder in zerlassener Butter zu schwenken oder direkt in einer Soße aus Milchprodukten zu servieren. Auch zum Reis und den Kartoffeln wird gerne Butter gegeben.
Das Restaurant auf dem Schiff war hier keine Ausnahme. Zielgruppe sind ganz klar Omnivoren mit Schwerpunkt auf dem Verzehr tierischen Proteins.
Ich wusste dann ziemlich schnell, welche Bereiche des Buffettrestaurants ich gar nicht erst anschauen musste. Die richtige Zuordnung des vorbestellten Menüs im Bedienrestaurant holperte hier und dort ein wenig aber so ist das eben wenn man nicht isst was alle essen.
Ingesamt findet hier jeder etwas. Zu trinken sowieso

Alles in allem: Ich würde wohl wiederkommen und dann einige Dinge anders machen, die man vorher nicht wissen kann.
Allem voran natürlich: Mehr Fahrradausflüge buchen… (y)

kreuzfahrt_land_und_leute

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Land und Leute

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 0/1 – Anreise, Singapur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 2 – Port Klang/Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 3 – Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 4 – Langkawi
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 5 – Phuket
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 6 – Penang
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 7 – Auf hoher See I
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 8 – Singapur II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 9 – Singapur III
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Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 14 – Auf hoher See IV
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 15/16 – Singapur IV/Ende

Ich war natürlich nur ein Tourist. Und habe gesehen, was man als Tourist bei mitunter kurzen Landaufenthalten eben so sieht.
Aber das war es nun mal, was den Eindruck geprägt hat. Und wenn die Verantwortlichen z.B. einen Tenderpier bauen wissen sie auch, dass die dort ankommenden Besucher eben dann das sehen, was sie dort sehen.
Allgemein: Die Menschen denen ich begegnet bin waren durchweg in ihrem Gebaren eine angenehme Abwechslung zum hierzulande doch mehr und mehr ruppigem Miteinander.

Singapur
Das Kreuzfahrtterminal neu (was natürlich nur am Rande relevant ist) und sauber. Die Stadt (vielfach auch neu und) sauber. Drakonisch anmutende Strafandrohungen für scheinbar geringe Vergehen. Da sollte sich so manch anderes Land mal etwas abschauen.
Man verwendet im Justizsystem wohl auch gerne Stockhiebe. Sicher eine wirksame Strafe, die in Erinnerung bleibt.
Insgesamt macht Singapur einen durchaus angenehmen Eindruck – ohne dass ich das direkt an irgendetwas festmachen könnte.

Malaysia
Das Schiff legte bei (Port) Klang an, von dort war es eine relativ kurze Busfahrt nach Kuala Lumpur. Man sah so einiges von der Gegend. Gutes und Schlechtes. Viele nagelneue Reihenhaussiedlungen aus dem staatlichen Wohnungsbauprogramm, wie der Reiseführer erklärte. Man kauft eher, als dass man mietet, sagte er. Und auch im sozialen Wohnungsbau wird eher gekauft. Dann eben günstiger als auf dem freien Markt.
KL erwies sich dann als typische südostasiatische Metropole. Zumindest so, wie man sich das als Europäer vorstellt. Ein bisschen chaotisch, viel Verkehr, hier und da ein bisschen Gestank, neue Gebäude mit glänzenden Fassaden unmittelbar neben alten Häuschen die schon bessere Zeiten gesehen hatten.
Ein bisschen wie Singapur mit Hinterland.

Thailand
Mit einem Wort: Enttäuschend.
Das wofür man nach Thailand kommt, habe ich vermutlich nicht gesehen. Hoffentlich nicht.
Denn das was ich gesehen habe, hat sich ganz gewiss nicht zum gesehen werden geeignet. Die wirre Installation von Elektrokabeln entlang der Straßen war ja noch ganz niedlich, aber schon der offenkundig völlig unbekümmerte Umgang mit Müll war nichts, was ich unter charmantem Lokalkolorit verbuchen würde. Ich tue dem Land und seinen ganz gewiss auch vorhandenen schönen Ecken sicherlich Unrecht – aber alles was ich so gesehen hatte (und das war so Einiges) war nicht eben geeignet, zu einem erneuten Besuch zu motivieren.

Vietnam
Was optische und olfaktorische Eindrücke angeht, schien mir das was ich sah, nicht weit von der Situation in Thailand entfernt zu sein.
Immerhin sah man hier hin und wieder Menschen, die mit Reinigungswerkzeug zugange waren und zumindest versuchten, etwas zu tun.
Ansonsten ebenfalls eine alarmierende Vermüllung des öffentlichen Raumes – mal mehr mal weniger stark ausgeprägt. Leider oft mehr.

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Das Schiff

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Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 15/16 – Singapur IV/Ende

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 0/1 – Anreise, Singapur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 2 – Port Klang/Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 3 – Kuala Lumpur
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 4 – Langkawi
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 5 – Phuket
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 6 – Penang
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 7 – Auf hoher See I
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 8 – Singapur II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 9 – Singapur III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 10 – Auf hoher See II
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 11 – Ko Samui
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 12 – Auf hoher See III
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 13 – Ho-Ho-Ho-Chi-Minh!
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Tag 14 – Auf hoher See IV

Singapur. Schon wieder.
Das Schiff machte am Morgen am Terminal fest und sogleich setzte hektische Betriebsamkeit ein. Wechseltag. Allerhand Koffer mussten von Bord geschafft und im Terminal sortiert aufgestellt werden. Und zwar zackig. Dann bald würde die gleiche Menge an neuen Koffern gebracht werden.
Wir ließen uns davon zunächst nicht beeindrucken, deponierten unser Handgepäck nach dem Frühstück im Theater und machten uns ein letztes Mal in die Stadt auf.
Mit dem Shuttle-Bus ging es einmal mehr zum Marina Bay Convention Center und von dort zu Fuß durch die Gardens at the Bay zu den Klimahallen.
Zunächst in die mit 8.000m² überdeckende Halle namens ‘Cloud Forest’. Hier hat man eine 35 Meter hohe Konstruktion mit einem Wasserfall und allerhand Grünkram bestückt. Das Ganze zeigt die Vegetation der Tropen zwischen einem und drei Höhenkilometern.
Man könnte jetzt meinen, in den Tropen sei es warm. Auch im entsprechenden Höhenbereich. Die Halle ließ sich allerdings eher mit dem Begriff ‘eisig’ treffend beschreiben. Es war wirklich schweinekalt und zudem nicht zuletzt durch den tosenden Wasserfall auch einigermaßen feucht.
Tatsächlich scheint dieser Kälteeindruck durch die Außentemperaturen, die eher Richtung 40 als 30 Grad tendierten, verfälscht worden sein. Denn in der Halle sollen Temperaturen von 23 bis 25 Grad herrschen. Sagen die Leute, die da drinnen das Wetter machen.
Man fuhr dann da bibbernd im Aufzug nach oben auf den Turm und wanderte über sich teilweise weit in die Halle schlängelnde Stege und auch durch das Innere des Turms nach unten. Immer umgeben von Vegetation jeder Couleur und allerhand Skulpturen und anderen Kunstinstallationen. An einer Stelle war ein ganzes Ensemble fleischfressender Pflanzen aus Lego nachgebaut worden.

Zweite Station: Der ‘Flower Dome’.
Eine mit 12.800m² noch größere Halle (seit 2015 das größte Glasgewächshaus der Welt und freitragend) in der es nicht ganz so kühl und deutlich trockener war.
Man hatte hier verschiedene Bereiche mit für mediterrane und halbtrockene Klimazonen typische Gewächse am Start.
Außerdem noch die allgegenwärtige Dekoration des chinesischen Neujahrsfestes.
Während wir uns da so verlustierten wurde der Himmel draußen dunkel.
Als wir schließlich die Halle verließen (zwischen den beiden Hallen befindet man sich noch in einem offenen aber großzügig überdachtem Eingangsbereich) regnete es, als gäbe es kein Morgen.
Also so richtig. Für Große.
Jede Menge ratlose Leute standen nun da rum und schauten in den Regen.
Wir hatten jetzt nicht alle Zeit der Welt, die Transferbusse zum Flughafen würden mit reichlich Vorlauf abfahren und man wollte ja vielleicht auch nochmal die sanitären Anlagen benutzen etc.
Irgendwann ließ der Regen ein wenig nach und wir machten uns in Einweg-Regenponchos auf den Weg zum Convention Center für die Rückfahrt zum Schiff.
Meine (Stoff)Schuhe waren natürlich, wie auch begrenzt die Hose, im Handumdrehen nass.
Im Terminal tauschte ich meine nassen Klamotten dann mit im Koffer passend bereitgelegten Ersatzklamotten inklusive trockenen Schuhen und wir hockten uns ein letztes Mal auf dem Schiff in eine der Bars.
Irgendwann wurde es Zeit und ich verabschiedete mich Richtung Busabfahrplatz.
Die Herrschaften würden mit Qatar über Doha nach Berlin, ich einige Stunden eher mit Emirates über Dubai nach Frankfurt fliegen.
Ich wusste, dass mein Flug vom Terminal 1 starten sollte und war einigermaßen irritiert, als der Bus vor Terminal 2 hielt, der Fahrer und sein Compagnon austiegen und sich daran machten, die Koffer aus dem Bus zu holen.
Einige der anderen Passagiere (alle für den gleichen Flug) schauten wie wohl ich auch ein wenig sparsam – die meisten waren allerdings eifrig ausgestiegen und suchten sich ihre Koffer. Aber es half ja nichts. Also auch raus und den Fahrer mal gefragt, wie man denn jetzt von hier zum richtigen Terminal kommen solle. Schließlich sei das hier nicht so ganz richtig.
Wildes Palaver zwischen Fahrer und Begleiter/Beifahrer/wasauchimmer setzte ein. Der Begleiter fragte nochmal nach, ließ sich Papierkram mit Fluginformationen von uns zeigen, beratschlagte sich erneut mit dem Fahrer und griff dann zum Mobiltelefon.
Der Fahrer stieg derweil in seinen Bus und fuhr ab. Vermutlich um die nächste Fuhre zeitlich nicht zu gefährden.
Der Begleiter hatte sich derweil von den Tatsachen überzeugt und lotste uns samt Gepäck, einem Hirten mit seiner Herde gleich, zu der Bahn, die zwischen den Terminals pendelt.
Das hätte man sicher auch alleine hingekriegt, aber naja. Better safe than sorry.
Irgendwann wurde das Gate geöffnet und relativ pünktlich hob sich der A380 in den Himmel über Singapur.
Der Umstieg in Dubai gestaltete sich gewohnt problemlos und die Ankunft am nächsten Tag in Frankfurt mit der anschließenden halbstündigen Fahrt mit dem Airliner nach Darmstadt markierte schließlich das Ende der ganzen Unternehmung.

Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Land und Leute
Mein Schiff 1: “Asien mit Malaysia & Vietnam” – Was bleibt: Das Schiff