Berlin, Berlin!

(Köpenick. Aber immerhin.)

Merke:

  • Es kann Anfang September noch sehr heiß sein.
  • Frühstück auf der Hotelterrasse bei über dem Köpenicker Schloss aufgehender Sonne ist nicht das Schlechteste.
  • In Anzug (Wollanteil!) und Krawatte mal eben eine halbe Stunde ohne Schatten in gleißender Sonne sitzen (und auf Braut und Bräutigam zu warten) ist bestenfalls so mittel.
  • Die stundenlange Nutzung des Berliner ÖPNV des nächtens kann sehr angenehm sein.
  • Die stundenlange Nutzung des Berliner ÖPNV am Tage…eher nicht.
  • Der Berliner an sich wirft ganz offensichtlich gerne allerhand Gerümpel in die Dahme.
  • Die Ansage, nach der Landung bis zum Erreichen der Parkposition angeschnallt zu bleiben ist kein Spaß. Evtl. rollt der Pilot beinahe am Abzweig zum Terminal vorbei und geht dann hart auf die Bremse. Evtl. knallen die bereits Abgeschnallten dann erstmal mit viel Getöse an die Rückseiten der Sitze vor ihnen. Evtl. finden die noch Angeschnallten das Ganze höchst amüsant.

Exzellenzinitiative

Wenn mutmaßliche Angehörige der TU Darmstadt einen Hubwagen an einen Elektroroller tüddern und damit gleichermaßen frohlockend wie scheppernd durch den Hof hinter dem Institutsgebäude fahren…dann weiß man, dass die Steuergelder für einen guten Zweck eingesetzt werden.

Störerhaftung

Das Wort an sich erregt schon Abscheu und klingt ganz so, als wäre es aus einer deutschen Amtsstube entsprungen. Was es ja wohl auch ist.
Nun soll damit Schluss sein, der Europäische Gerichtshof findet das deutsche Gebaren an dieser Stelle voll doof. Was es ja wohl auch ist.

Man darf gespannt sein, wie der Gesetzgeber reagiert. Ob zur Abwechslung wirklich mal eine lebensnahe und funktionale Regelung gefunden wird. Oder ob Interessenverbände und Lobbyisten wie gewohnt die gute Absicht ins krasse Gegenteil verkehren. Der Gruppe der Abmahnkanzleien und -anwälte dürfte die Sache längst tiefe Sorgenfalten beschert haben. Verständlich, wenn mal eben das ganze Geschäftsmodell implodiert.
Möglicherweise sehen auch die Mobilfunkanbieter ihre Erlöse durch die hochpreisigen Traffic-Pakete in Gefahr.
Mein Mitleid bewegt sich hier allerdings in engen Grenzen.

Wer mal im Ausland unterwegs war weiß, wie lächerlich das ist, was hierzulande abgezogen wird. Das habe ich mit voller Wucht jüngst in Asien wieder erlebt. Singapur, Malaysia, Thailand – überall waren offene drahtlose Netze zu finden. Sogar im sozialistischen Vietnam gab es diesbezüglich keine Probleme.
Über die Risiken gilt es sich selbstverständlich im Klaren zu sein. So sollte man eher darauf verzichten, sensible Daten zu senden und zu empfangen. Onlinebanking zum Beispiel. Je nach eigener Paranoia evtl. auch Mailempfang und -versand.
Alternativ nutzt man, entsprechende Infrastruktur vorausgesetzt, einen VPN-Tunnel ins heimische Netz.